01.08.2008

Pressemitteilung aus Togo!

Margret Kopp erlebt Überschwemmungskatastrophe in Togo

Verzweifelte Menschen versuchen sich aus den überfluteten Gebieten in Sicherheit zu bringen

So hatte sich die Projektleiterin der Aktion PiT-Togohilfe e.V. aus Maisach ihre diesjährige Projektbesuchsreise nach Togo nicht vorgestellt. Statt sich mit den Projektpartnern über die Verwendung der bisherigen Spenden zu informieren, herrscht in ganz Togo nur noch ein einziges Thema vor: die Überschwemmungen im Süden des Landes, die durch die ungewöhnlich starken Regenfälle der letzten Tage ausgelöst wurden und bis an Lomé heranreichen, sodass  die Hauptstadt vom übrigen Land nahezu abgeschnitten ist, denn insgesamt neun zerstörte Brücken haben die Zugangsstraßen unpassierbar gemacht. Auch Margret Kopp ist davon betroffen, denn sie kann das Gästehaus, wo sie mit ihrer Reisegruppe übernachten wollte, nicht mehr erreichen. „Wir können ausweichen und uns eine andere Unterkunft suchen“, erklärt die seit vielen Jahren in Togo engagierte Projektleiterin, „aber für die Bevölkerung ist das eine Katastrophe“.

Die Menschen drängen sich auf den Inseln zwischen den überfluteten Feldern zusammen und warten auf Hilfe

In der Tat waren die Menschen in der Nacht von den plötzlich eindringenden Wassermassen überrascht worden und hatten oft nichts als das nackte Leben retten können. Häuser, Vieh und Felder sind zum großen Teil verwüstet, die Hilfe kann die Menschen über die unpassierbaren Straßen nicht erreichen. Sogar Todesfälle mussten hingenommen werden. Margret Kopp konnte sich selbst ein Bild vor Ort machen und besuchte sowohl die überschwemmten Gebiete als auch eines der provisorischen Notlager, das in einer noch im Bau befindlichen Grundschule improvisiert wurde. 2500 Menschen, davon über 1000 Kinder, drängen sich dort auf engstem Raum zusammen. Es fehlt an Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Decken.

Viehherden und die Aussaat auf den Feldern sind von den Wassermassen weggeschwemmt

Das Sozialamt bemüht sich nach Kräften, erste Hilfe zu leisten, doch sind die staatlichen Strukturen auf solch eine Naturkatastrophe nicht vorbereitet. Die togoische Regierung richtete einen Hilfeappell an die internationale Staatengemeinschaft. „Wir müssen schnell handeln, bevor sich Krankheitsepidemien wie Cholera ausbreiten“, erklärt Margret Kopp und wendet sich ebenfalls mit der dringenden Bitte um Spenden für die obdachlos gewordenen Familien mit Kindern an die Öffentlichkeit.

Auf engstem Raum drängen sich die Obdachlosen in einer Grundschule zusammen.

Spenden sind erbeten auf das Spendenkonto von Aktion PiT – Togohilfe e.V.  Nr. 310 39 910 bei der Sparkasse FFB, BLZ 700 530 70 oder Nr. 155 055 bei der Volksbank FFB, BLZ 701 633 70., Stichwort Soforthilfe Überschwemmungsopfer

Während am ersten Stock der Schule noch gebaut wird, drängen sich im Erdgeschoß und im Schulhof dieses Notlagers Tausende von obdachlosen Menschen und warten auf Hilfe