Village-Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf: Illico

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Village-Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf: Illico2021-04-19T18:22:22+02:00

Projekt Beschreibung

Das lebenswerte Dorf: Illico

Das Dorf Illico liegt in der Region des Plateaux, also im Hochland von Togo, von Atakpamé ca.30 km in westlicher Richtung entfernt. Die Zugangspiste hinauf ins Gebirge ist für Autos kaum passierbar, nicht einmal für Buschtaxis. Die Versorgung der Menschen erfolgt fast ausschließlich per Motorrad. Das Dorf liegt im Landkreis Amou im Kanton Otadi. Hier leben ca. 700 Einwohner unter der Leitung des Dorfchefs Ekpe Ankou WONOUTEPE nahezu völlig isoliert von der übrigen Welt.

Standort

  • Entfernung von der Hauptstadt: 192 km

  • Anreise / Zugang: Illico liegt in den Bergen bei Atakpamé, Straße nur mit Allrad befahrbar, Versorgung mit Motorrad

  • Einwohnerzahl: 700

Infrastruktur

  • Energieversorgung: nicht vorhanden

  • Wasserversorgung: 2020 realisiert: Bau eines Tiefbohrbrunnens und Wasserleitungen

Bildung

Gesundheit

  • Kinder ohne Geburtsbescheinigung: 90%

  • Krankenstation: in Planung

  • Trinkwasserversorgung: nicht vorhanden

  • Hygiene (Einrichtung zur Ver- und Entsorgung): nicht vorhanden

Sonstiges

  • Agrarproduktion / Feld- und Tierwirtschaft: die Produktionsbedingungen sind gut, Anbau von Kaffee, Kakao, Bananen, Orangen, Avocados und Ackerfrüchte

  • Möglichkeiten zur Wirtschaftsentwicklung: die Unzugänglichkeit lässt Wirtschaftsaktivität bisher nicht zu
    Touristik im reizvollen Gelände möglich

  • Bemerkungen: Aufgeschlossene, interessierte Dorfgemeinschaft

Dorf und Umbegung

2020 in Illico

Erster Besuch: 2016

Bei unserem Besuch im April 2016 ist keinerlei Infrastruktur vorhanden, weder Trinkwasser noch Energieversorgung, keine Latrinen, keine Gesundheitsstation.

90% der Grundschulkinder besitzen nicht einmal eine Geburtsbescheinigung, werden also keine weiterführende Schule besuchen können. Sie haben keine Bürgerechte, existieren offiziell nicht. Dieser hohe Anteil an fehlenden Geburtsbescheinigungen hängt mit der großen Entfernung zum Einwohnermeldeamt zusammen. Durch die starke Isolierung des Dorfes fehlt es auch an der Einsicht der Eltern, die vielfach selbst keine Papiere besitzen, wie wichtig dieses Dokument für ihre Kinder ist.

Ein Schulgebäude für die derzeit 154 Schüler (75 Jungen und 79 Mädchen) ohne Latrinen ist vorhanden. Es fehlt jedoch an Unterrichtsmaterial und ausreichend Lehrpersonal. Vom Staat entsandte Lehrer finden keine Wohnmöglichkeiten. Einen Kindergarten gibt es noch gar nicht. Es kann keine Schulspeisung angeboten werden.

Auf Grund der Unzugänglichkeit des Dorfes ist kein Handel möglich.

Dennoch weist das Dorf auch Vorzüge auf. Es verfügt über fruchtbares Ackerland, besonders geeignet zum Anbau von Kaffee, Kakao, Bananen, Kochbananen, Orangen, Avocados, Hirse, Mais, Maniok, Bohnen etc.. Die reizvolle gebirgige Umgebung mit Quellen lädt zum Wandern ein, der Wasserfall Alelewla in der Nähe stellt ein lohnendes Wanderziel dar. In Ivietoko findet man interessante Spinnenarten. Die Höhenlage von ca. 750m sorgt für etwas frischeres, angenehmes Klima.

Bei unserem Besuch im April 2016 wurden wir von einem aus dem Dorf stammenden Mann, der in Atakpamé arbeitet, in dessen Auto über einen langen Umweg nahezu im Schritttempo über eine eher an ein Flussbett erinnernde Piste ins Dorf Illico gefahren. Sofort bezauberte uns die Fahrt durch vegetationsreiche Täler und reizvolle, aber äußerst abgeschieden liegende Dörfer.

Die ganze Bevölkerung erwartet uns

In Illico erwarteten uns der Dorf-Chef und die gesamte Bevölkerung einschließlich der Kinder und begrüßten uns mit Tamtam und Gesang. Noch nie hatte das Dorf den Besuch einer Delegation erhalten, und nun sogar eine Gruppe mit Weißen. Mit Sicherheit hatten die meisten Menschen noch nie einen Weißen gesehen. Der Dorfchef, der Schuldirektor und der Vorsitzende des Dorfentwicklungskomites hatten zwei Wochen vorher an der Schulung von Aimes-Afrique in Lomé teilgenommen und daher die Bevölkerung entsprechend gut vorbereitet und zur Mitarbeit sensibilisiert.

Alle Maßnahmen werden in aller Öffentlichkeit besprochen und gemeinsam durchgeführt. Unsere Lebensmittelspenden waren für alle sichtbar aufgebaut und wurden offiziell an den Dorfchef übergeben, damit sie in der Schule als Start der Schulspeisung verteilt werden können. Dem Dorfchef war die Aufregung, aber auch der Stolz über diesen erstmaligen Besuch einer Delegation deutlich anzumerken. Dennoch bewältigte er den Ablauf des gesamten Programms sehr souverän.

Grundsteinlegungen

Alle Erläuterungen wurden in die Sprache der Einheimischen übersetzt. Nach der Übergabe der Lebensmittel wurde unter Beteiligung einheimischer Maurer gemeinsam vom Dorfchef, dem Vorsitzenden von Aimes Afrique und Vertretern von Aktion PiT-Togohilfe erst der Grundstein für den Bau eines Dispensaires gesetzt, dann auch der Grundstein für den Bau der Schulkantine. Nach Auszahlung der Patenschaftsgelder an die Patenkinder ließ es sich der Dorfchef nicht nehmen, uns zum Essen einzuladen. Danach wurden wir bei einbrechender Dunkelheit wieder per Auto nach Atakpamé zurückgebracht.

Die dafür gewählte kürzere Piste erwies sich jedoch als noch schwieriger befahrbar, zum Teil war die Fahrtrasse völlig eingebrochen. Kein Wunder, dass unser Fahrzeug mehrfach steckenblieb und nur mit Hilfe von zahlreichen Helfern (Dorfbewohner, die sich per Motorrad auf dem Heimweg nach Illico befanden) wieder flott gemacht werden konnte.

bereits realisiert / im Gang

  • Gesundheitsversorgung (Ärzteeinsatz durch Aimes Afrique)

  • Förderung der jeweils drei Schulbesten pro Schuljahr durch Patenschaften, derzeit 15 Kinder aus armen Familien

  • Bau einer Schulkantine

  • Finanzierung der Schulspeisung KiSS für derzeit  184 Schulkinder

  • Durchführung von Seminaren zum Thema Unternehmertum

  • Teilnahme am Wettbewerb für das sauberste Viertel des Dorfes

  • Teilnahme am Wettbewerb für das sauberste Dorf aller 10 Villages de Aimes Afrique – das lebenswerte Dorf

  • Teilnahme am Wettbewerb für das sauberste Dorf aller 10 Villages de Aimes Afrique – das lebenswerte Dorf

  • Bau eines Schulgebäudes

  • Studie zur Situation des Agrarbereichs

  • ProClim/Klimaschutzprogramm mit Wiederaufforstung (3.000 Bäume), Einrichtung von verbesserten Kochstellen (für 135 Haushalte) und Schulungen

  • Entwicklung eines speziellen Produktes zur Wertschöpfung vor Ort und dessen Präsentation bei der Messe „Made in Togo“ 2019: Fonio (Hirseart)

  • Bau eines Tiefbohrbrunnens und Wasserleitungen

Geplante Maßnahmen:

  • Einrichtung eines Point d’hygiène

  • Schulungen zu Unternehmertum, gemeinsame Vermarktungsstrategien

  • Verbesserung der Energieversorgung

  • Einrichtung einer Krankensolidaritätskasse

  • Einrichtung einer gemeinsamen Gesundheitsstation für traditionelle und Schul-Mediziner

Partner, Förderer:

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    Neuigkeiten zu unserem Projekt Village Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf

    April 2021

    Februar 2021

    Juni 2020

    Mai 2020

    Spendenkonto

    IBAN: DE34 7005 3070 0031 0399 10
    BIC: BYLADEM1FFB
    Sparkasse Fürstenfeldbruck

    Kontakt

    Aktion PiT - Togohilfe e.V.
    Ludwigstraße 4
    82256 Fürstenfeldbruck

    Tel.: +49 (0) 81 41 / 527 22 68
    info@aktionpit.de
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